Analyse und Beratung bei Schadstoffen, Schimmelpilzen und Feuchte

Chlorparaffine


1.) Verwendung und mögliche Quellen für Chlorparaffine:

Chlorparaffine sind Kohlenwasserstoffketten verschiedener Länge mit unterschiedlichem Chlorierungsgrad. Da sie schwer entflammbar sind, werden sie als Flammschutzmittel in Gummi, Kunststoffen, Papier und Textilien, als Weichmacher in Kunststoffen und Beschichtungen, als Bindemittel in Lacken, sowie in Fettungsmitteln für Leder und Pelzwaren eingesetzt. Häufig werden Chlorparaffine heute als Ersatzstoff für PCB verwendet. Kurzkettige Paraffine (C10-13) werden in Deutschland für den textilen Flammschutz nicht mehr eingesetzt, finden jedoch im Ausland noch Verwendung.

2.) Aufnahme in den Körper:

Die Aufnahme erfolgt über die Haut. Eine Aufnahme über Inhalation wird noch diskutiert.

3.) Mögliche Symptome:

Die akute Toxizität von Chlorparaffinen ist gering. Die chronische Toxizität nimmt zu, je kurzkettiger die Chlorparaffine sind. Über Ausgasungen aus Materialien liegen bislang nur wenige gesicherten Daten vor, diese zeigen aber, dass Ausgasungen bei der Verwendung von kurz- und mittelkettigen (C14-17) Chlorparaffinen relevant vorhanden sind.

Die Hauptproblematik bei Chlorparaffinen ist die Kanzerogenität. In Tierversuchen wirkten sie eindeutig Krebs auslösend. Bei Ratten und Mäusen führte die längere Applikation von kurzkettigen Chlorparaffinen zur Zunahme der Leber- und Nierengewichte, zu Gewichtsreduktion, zu Gewebeläsionen und Karzinomen an verschiedenen Organen.